Startseite > Psychische Gewalt > Mobbing Druckansicht

Mobbing

Wiederholungen / Stufe:

Mobbing bzw. Bullying (siehe Tipp) bedeutet, dass „eine oder mehrere Individuen wiederholte Male und über einen längeren Zeitraum negativen Handlungen von einem oder mehreren anderen Individuen ausgesetzt sind“. Negative Handlungen liegen vor, wenn ein Individuum einem anderen Schaden beziehungsweise Unannehmlichkeiten zufügt oder zuzufügen versucht. Solche Handlungen können physisch (schlagen, schubsen, treten, kneifen, festhalten,...), verbal (drohen, verspotten, beschimpfen,...) oder non-verbal (Grimassen schneiden, böse Gesten, Rücken zuwenden,...) sein. Auch einzelne schikanöse Vorfälle können als Mobbing bezeichnet werden, wenn diese schwerwiegend sind. Mobbing erfordert, dass zwischen dem Opfer und dem Täter (oder der Gruppe von Tätern) ein Ungleichgewicht der Kräfte herrscht, das sich auf körperliche oder psychische Stärke beziehen kann.

Die Begleitung des Opfers durch die Opferhilfe soll sicher gestellt sein.

Schritte Stufe 3
Fällt ein/e Schüler/-in durch Mobbing auf, informiert die Klassenlehrperson den Jugendlichen/die Jugendliche über die Konsequenzen: Es findet eine Helferkonferenz mit der Schulleitung, der Klassenlehrperson, der Schulsozialarbeit – falls vorhanden – und externer Fachstelle statt.

Die Klassenlehrperson informiert die Schulleitung und unterrichtet die Eltern (Täter und Opfer) über den Vorfall. Dieses Schreiben wird von der Schulleitung mitunterzeichnet.

Die Helferkonferenz wird durch die Schulleitung organisiert und geleitet. Dabei wird das weitere Vorgehen entschieden. Dieser Entscheid wird den Eltern und dem/der Schüler/-in schriftlich mitgeteilt.

Mobbing ist ein Vorfall, der die ganze Klasse angeht und der mit der ganzen Klasse mit einer externen Begleitung bearbeitet werden sollte.

Verweigerung der Massnahme:
Wird die Massnahme verweigert, so soll direkt ein Runder Tisch einberufen werden. Zu den eingeladenen Teilnehmenden zählen Schüler/-in, Eltern, Klassenlehrperson, Schulleitung, ev. Schulsozialarbeit, ev. Behörde, ev. Fachstelle.

 

 

Massnahmen:

Klassenlehrperson

  • zeigt dem/der Schüler/-in die Konsequenzen auf
  • informiert SL
  • informiert die Eltern über den Vorfall/Mitunterzeichnung der SL
Schulleitung
  • unterschreibt Brief an die Eltern
  • organisiert und leitet Helferkonferenz
Eltern
  • werden über den Vorfall und das weitere Vorgehen informiert
Schüler/-in
  • wird über das weitere Vorgehen informiert
Fachstelle
  • nimmt an Helferkonferenz teil
ev. Schulsozialarbeit
  • nimmt an Helferkonferenz teil
Tipp

Bullying steht auch für ein weniger subtiles Verhalten als Mobbing, wobei körperliche Gewalt oder deren Androhung eine prominentere Rolle spielt als beim Mobbing, das eher psychologisch als physisch betrieben wird. Einige deutschsprachige Autoren verwenden deshalb den Begriff „Bullying“ für Mobbing unter Kindern und Jugendlichen in der Schule in bewusster Abgrenzung zum Mobbingbegriff.

Massnahmen:

Klassenlehrperson

  • zeigt dem/der Schüler/-in die Konsequenzen auf
  • informiert SL
  • informiert die Eltern über den Vorfall/Mitunterzeichnung der SL
Schulleitung
  • unterschreibt Brief an die Eltern
  • organisiert und leitet Helferkonferenz
Eltern
  • werden über den Vorfall und das weitere Vorgehen informiert
Schüler/-in
  • wird über das weitere Vorgehen informiert
Fachstelle
  • nimmt an Helferkonferenz teil
ev. Schulsozialarbeit
  • nimmt an Helferkonferenz teil
Tipp

Bullying steht auch für ein weniger subtiles Verhalten als Mobbing, wobei körperliche Gewalt oder deren Androhung eine prominentere Rolle spielt als beim Mobbing, das eher psychologisch als physisch betrieben wird. Einige deutschsprachige Autoren verwenden deshalb den Begriff „Bullying“ für Mobbing unter Kindern und Jugendlichen in der Schule in bewusster Abgrenzung zum Mobbingbegriff.

 

Adressen:


Schulpsychologie und Schulberatung
Amriswil
058 345 74 60

Schulpsychologie und Schulberatung
Kreuzlingen
058 345 74 80

Schulpsychologie und Schulberatung
Frauenfeld
058 345 74 30

Conex familia
Amriswil
071 411 88 82

Conex familia
Bischofszell
071 422 65 66

Perspektive Thurgau
Weinfelden
071 626 02 02

Fachstelle Opferhilfe Thurgau
Frauenfeld
052 723 48 23

 

Dokumente:

f&f Elternbrief B

 

Ein Angebot der

Perspektive Thurgau