Startseite > Körperliche Gewalt > Tätlichkeit mit Verletzung Druckansicht

Tätlichkeit mit Verletzung

Wiederholungen / Stufe:

Vorsätzliche Schädigung an Körper oder Gesundheit von Mitschülern und Mitschülerinnen oder Lehrpersonen.

Das Spektrum in diesem Bereich reicht von einfacher bis hin zu schwerer Körperverletzung (vgl. StGB Art. 122 und 123). Die Wertungsfrage spielt hier eine zentrale Rolle, welcher Gesetzesartikel zur Anwendung kommt. Je nachdem handelt es sich um ein Antrags- oder Offizialdelikt.

Wichtig: Offizialdelikte sind von den Lehrpersonen der Polizei gegenüber meldepflichtig.

Die Begleitung des Opfers durch die Opferhilfe soll ebenfalls sichergestellt werden.

Bei massiven Vergehen in diesem Bereich sind immer als erste Handlung die Polizei und allenfalls die Sanität zu alarmieren.

Die Klassenlehrperson informiert die Schulleitung über den Regelverstoss. Die Schulleitung übernimmt die Fallführung.

Offizialdelikt:
Die Schulleitung meldet die Tat bei einem Offizialdelikt der Polizei. Die weiteren Schritte bezüglich Strafverfolgung werden dann von der Seite der Polizei oder Jugendanwaltschaft vorgenommen. Die Polizei informiert die Eltern über den Vorfall. Es macht Sinn, dass sich Lehrpersonen vom Geschehen weitgehend zurückhalten.

Antragsdelikt:
Die Schulleitung kontaktiert die Eltern und informiert schriftlich die Schulbehörde – mit Kopie an die Eltern. Wo vorhanden, ist die Schulsozialarbeit ebenfalls zu informieren.

Die Schulleitung oder die Polizei informiert die Opferhilfe.

Klassenlehrperson, Schulleitung, Schulbehörde und Schulsozialarbeit besprechen in einer Helferkonferenz gemeinsam das weitere Vorgehen im schulischen Bereich. Für fachspezifische Fragen stehen der Schule auch die externen Fachstellen zur Verfügung. Die Behörde sollte ihrerseits ein eigenes Vorgehensszenario für solche Konfliktsituationen angefertigt haben.

Die Schulbehörde entscheidet in Zusammenarbeit mit der Schulleitung über die geeigneten Massnahmen (Weiterbeschulung, Geldbusse, time out oder Schulverweis) und teilt diesen Entscheid den Eltern sowie dem/der Schüler/-in mit.

 

 

Massnahmen:

Klassenlehrperson

  • informiert SL
  • nimmt an der Helferkonferenz teil
Schulleitung
  • übernimmt die Fallführung (Lead)
  • meldet die Tat der Polizei
  • informiert schriftlich die Schulbehörde
  • sendet Kopie des Schreibens an die Eltern (nach polizeilicher Intervention)
  • organisiert Helferkonferenz
  • bezieht allenfalls Fachstellen ein
Eltern
  • werden durch SL oder Polizei über Vorfall informiert
  • erhalten Kopie des Schreibens an die Schulbehörde
  • erhalten Entscheid über die schulischen Massnahmen
Schüler/in
  • erhält Entscheid über die schulischen Massnahmen
Schulbehörde
  • leitet Helferkonferenz
  • spricht Massnahmen aus (Weiterbeschulung, Geldbusse, time out oder Schulverweis)
  • teilt Eltern und Schüler/-in die schulischen Massnahmen mit
ev. Schulsozialarbeit
  • nimmt an der Helferkonferenz teil
evtl. Externe Fachstellen
  • nehmen an Helferkonferenz teil

Massnahmen:

Klassenlehrperson

  • informiert SL
  • nimmt an der Helferkonferenz teil
Schulleitung
  • übernimmt die Fallführung (Lead)
  • meldet die Tat der Polizei
  • informiert schriftlich die Schulbehörde
  • sendet Kopie des Schreibens an die Eltern (nach polizeilicher Intervention)
  • organisiert Helferkonferenz
  • bezieht allenfalls Fachstellen ein
Eltern
  • werden durch SL oder Polizei über Vorfall informiert
  • erhalten Kopie des Schreibens an die Schulbehörde
  • erhalten Entscheid über die schulischen Massnahmen
Schüler/in
  • erhält Entscheid über die schulischen Massnahmen
Schulbehörde
  • leitet Helferkonferenz
  • spricht Massnahmen aus (Weiterbeschulung, Geldbusse, time out oder Schulverweis)
  • teilt Eltern und Schüler/-in die schulischen Massnahmen mit
ev. Schulsozialarbeit
  • nimmt an der Helferkonferenz teil
evtl. Externe Fachstellen
  • nehmen an Helferkonferenz teil

 

Ein Angebot der

Perspektive Thurgau