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Belästigung mit pornographischem Material

Wiederholungen / Stufe:

Belästigung mit pornografischem Material von Personen aus dem Setting Schule (Mitschüler/-innen, Lehrpersonen etc.). Unter pornografischem Material wird folgendes verstanden: Bild-, Schrift- oder Tonmaterialien von sexuellen Handlungen mit Gewalttätigkeiten oder von sexuellen Handlungen mit Kindern oder Tieren.

Eine Anzeige wird für die Gewährleistung einer sauberen Abklärung empfohlen (StGB Art. 197). Hierbei ist auch ein Augenmerk auf das Material zu richten, welches die persönliche Integrität in Frage stellt. Es soll auch eingegriffen werden, wenn beispielsweise eine Schülerin nach dem Turnen beim Umziehen fotografiert wird und dieses Bild der Schülerin oder anderen gezeigt wird. Auch bei der Benutzung der schuleigenen Computer soll entsprechend reagiert werden.

Die Begleitung des Opfers durch die Opferhilfe soll ebenfalls sicher gestellt sein. Dies geschieht durch die Polizei.

Schritte Stufe 3

Aufgrund des Inhaltes des Bildmateriales liegt es im Ermessen der Schule, wie schwerwiegend der Vorfall ist und auf welcher Stufe er eingeordnet wird. Das Bildmaterial darf auf keinen Fall selbst manipuliert, gespeichert oder gelöscht werden. Lehrpersonen können sich damit selbst strafbar machen. Das Bildmaterial und/oder das in Frage kommende Handy zum Beispiel soll sofort eingezogen werden.

Fällt ein/e Schüler/-in durch einen solchen Regelverstoss auf und/oder fühlen sich Mitschüler/-innen belästigt, informiert die Klassenlehrperson den Jugendlichen/die Jugendliche über die Konsequenzen: Neben einem Gespräch an der Schule mit dem/der Schüler/-in, den Eltern, der Klassenlehrperson, der Schulleitung und – falls vorhanden – der Schulsozialarbeit, finden auch zwei Einzel- oder Familiengespräche auf der entsprechenden Fachstelle statt.

Die Klassenlehrperson sendet den Elternbrief B direkt (siehe Dokumente) mitunterschrieben von der Schulleitung an die Eltern. Eine Kopie davon geht an die entsprechende Fachstelle und die Schulsozialarbeit.

Die Eltern des/der Jugendlichen sind dafür verantwortlich, dass ihr Kind mit der Fachstelle die Termine vereinbart und auch einhält. Ebenfalls liegt es im Entscheidungsspielraum der Eltern, ob Einzel- oder Familiengespräche stattfinden. Die Fachstelle gibt der Klassenlehrperson Rückmeldung, dass die Gespräche stattgefunden haben oder nicht wahrgenommen wurden.

Das Gespräch an der Schule wird von der Schulleitung geleitet. Die Klassenlehrperson schreibt eine Gesprächsnotiz.

Um eine Gefährdung des/der Jugendlichen abzuschätzen, kann es wichtig sein, den Vorfall mit allfälligen anderen Beobachtungen im schulischen und psycho-sozialen Bereich zu kombinieren und ins Gespräch zu bringen. Aus diesem Grunde sollte der Fragebogen Risikofaktoren von der Klassenlehrperson ausgefüllt werden.

Verweigerung der Massnahme
Wird die Massnahme verweigert, so soll direkt ein Runder Tisch einberufen werden. Zu den eingeladenen Teilnehmenden zählen Schüler/-in, Eltern, Klassenlehrperson, Schulleitung, ev. Schulsozialarbeit, ev. Behörde, ev. Fachstelle.

 

 

Massnahmen:

Klassenlehrperson

  • zeigt dem/der Schüler/-in die Konsequenzen auf
  • sendet Elternbrief B direkt mit Unterschrift der SL
  • Kopie des Elternbriefes B direkt an Fachstelle
  • Kopie des Elternbriefes B direkt zur Info an SSA
  • schreibt eine Gesprächsnotiz Eltern
Schulleitung
  • unterschreibt Elternbrief B direkt
  • führt Elterngespräch
Eltern
  • kommen zum Elterngespräch an die Schule
  • können ihr Kind auf die Fachstelle begleiten
Schüler/-in
  • nimmt an Gesprächen teil
  • - an der Schule
    - auf der Fachstelle
Fachstelle
  • erhält Kopie Elternbrief B direkt
  • führt zwei Einzel- oder Familiengespräche
  • gibt Rückmeldung an KL: Gespräche durchgeführt ja/nein
ev. Schulsozialarbeit
  • erhält Kopie Elternbrief B direkt
  • nimmt am Gespräch an der Schule teil

Massnahmen:

Klassenlehrperson

  • zeigt dem/der Schüler/-in die Konsequenzen auf
  • sendet Elternbrief B direkt mit Unterschrift der SL
  • Kopie des Elternbriefes B direkt an Fachstelle
  • Kopie des Elternbriefes B direkt zur Info an SSA
  • schreibt eine Gesprächsnotiz Eltern
Schulleitung
  • unterschreibt Elternbrief B direkt
  • führt Elterngespräch
Eltern
  • kommen zum Elterngespräch an die Schule
  • können ihr Kind auf die Fachstelle begleiten
Schüler/-in
  • nimmt an Gesprächen teil
  • - an der Schule
    - auf der Fachstelle
Fachstelle
  • erhält Kopie Elternbrief B direkt
  • führt zwei Einzel- oder Familiengespräche
  • gibt Rückmeldung an KL: Gespräche durchgeführt ja/nein
ev. Schulsozialarbeit
  • erhält Kopie Elternbrief B direkt
  • nimmt am Gespräch an der Schule teil

 

Adressen:


Schulpsychologie und Schulberatung
Amriswil
058 345 74 60

Schulpsychologie und Schulberatung
Kreuzlingen
058 345 74 80

Schulpsychologie und Schulberatung
Frauenfeld
058 345 74 30

Kantonspolizei Thurgau
Frauenfeld
052 728 28 28

Fachstelle Opferhilfe Thurgau
Frauenfeld
052 723 48 23

Fachstelle PräVita
Frauenfeld
052 721 00 73

 

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Perspektive Thurgau