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Nötigung

Wiederholungen / Stufe:

Eine Person nötigen, sexuelle Handlungen zu dulden oder am Täter vorzunehmen. Diese Nötigung geschieht entweder mit Gewalt oder durch Drohung mit Gefahr für Leib oder Leben oder durch Ausnutzung einer Lage, in der das Opfer dem Einwirken des Täters schutzlos ausgeliefert ist. Die Form der Gewalt kann physisch (fesseln, einsperren, niederschlagen) oder psychisch (drohen, zwingen, erpressen) sein (StGB Art. 187 – 213).

Nötigung ist ein Offizialdelikt und deshalb von den Lehrpersonen gegenüber der Polizei meldepflichtig.

Die Begleitung des Opfers durch die Opferhilfe soll ebenfalls sicher gestellt sein. Dies geschieht durch die Polizei.

Nötigung darf nicht mit Erpressung verwechselt werden.

Schritte Stufe 5
Die Klassenlehrperson informiert die Schulleitung über den Regelverstoss. Die Schulleitung übernimmt die Fallführung.

Die Schulleitung teilt die Tat sofort der Polizei mit. Die weiteren Schritte bezüglich Strafverfolgung werden dann von der Seite der Polizei oder Jugendanwaltschaft vorgenommen. Die Eltern werden über den Vorfall durch die Polizei informiert. Es macht Sinn, dass sich Lehrpersonen vom Geschehen weitgehend zurückhalten.

Die Schulleitung informiert schriftlich die Schulbehörde. Eine Kopie geht nach der polizeilichen Intervention an die Eltern. Wo vorhanden, ist die Schulsozialarbeit ebenfalls zu informieren.

Klassenlehrperson, Schulleitung, Schulbehörde und Schulsozialarbeit besprechen in einer Helferkonferenz gemeinsam das weitere Vorgehen im schulischen Bereich. Für fachspezifische Fragen stehen der Schule auch die externen Fachstellen zur Verfügung. Die Behörde sollte ihrerseits ein eigenes Vorgehensszenario für solche Konfliktsituationen angefertigt haben.

Die Schulbehörde entscheidet in Zusammenarbeit mit der Schulleitung über die geeigneten Massnahmen (Weiterbeschulung, Geldbusse, time out oder Schulverweis) und teilt diesen Entscheid den Eltern sowie dem/der Schüler/-in mit.

 

 

Massnahmen:

Klassenlehrperson

  • informiert die SL
  • nimmt an der Helferkonferenz teil
Schulleitung
  • übernimmt die Fallführung (Lead)
  • teilt die Tat der Polizei mit
  • informiert schriftlich die Schulbehörde
  • sendet Kopie des Schreibens an die Eltern (nach polizeilicher Intervention)
  • organisiert Helferkonferenz
  • bezieht allenfalls Fachstellen ein
Eltern
  • wird durch Polizei über den Vorfall informiert
  • erhalten Kopie des Schreibens an die Schulbehörde
  • erhalten Entscheid über die schulischen Massnahmen
Schüler/-in
  • erhält Entscheid über die schulischen Massnahmen
Schulbehörde
  • leitet Helferkonferenz
  • spricht Massnahmen aus (Weiterbeschulung, Geldbusse, time out oder Schulverweis)
  • teilt Eltern und Schüler/-in die schulischen Massnahmen mit
ev. Schulsozialarbeit
  • nimmt an Helferkonferenz teil
ev. Externe Fachstellen
  • nimmt an Helferkonferenz teil

Massnahmen:

Klassenlehrperson

  • informiert die SL
  • nimmt an der Helferkonferenz teil
Schulleitung
  • übernimmt die Fallführung (Lead)
  • teilt die Tat der Polizei mit
  • informiert schriftlich die Schulbehörde
  • sendet Kopie des Schreibens an die Eltern (nach polizeilicher Intervention)
  • organisiert Helferkonferenz
  • bezieht allenfalls Fachstellen ein
Eltern
  • wird durch Polizei über den Vorfall informiert
  • erhalten Kopie des Schreibens an die Schulbehörde
  • erhalten Entscheid über die schulischen Massnahmen
Schüler/-in
  • erhält Entscheid über die schulischen Massnahmen
Schulbehörde
  • leitet Helferkonferenz
  • spricht Massnahmen aus (Weiterbeschulung, Geldbusse, time out oder Schulverweis)
  • teilt Eltern und Schüler/-in die schulischen Massnahmen mit
ev. Schulsozialarbeit
  • nimmt an Helferkonferenz teil
ev. Externe Fachstellen
  • nimmt an Helferkonferenz teil

 

Adressen:


Kantonspolizei Thurgau
Frauenfeld
052 728 28 28

Fachstelle Opferhilfe Thurgau
Frauenfeld
052 723 48 23

SKIT Krisenintervention bei Gewalt in der Schule

079 55 22 444

 

Dokumente:

 

Ein Angebot der

Perspektive Thurgau