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Mobbing via Internet und/oder Handy

Wiederholungen / Stufe:

Mobbing bzw. Bullying (siehe Tipp) bedeutet, dass „eine oder mehrere Individuen wiederholte Male und über einen längeren Zeitraum negativen Handlungen von einem oder mehreren anderen Individuen ausgesetzt sind“. Negative Handlungen liegen vor, wenn ein Individuum einem anderen Schaden beziehungsweise Unannehmlichkeiten zufügt oder zuzufügen versucht. Solche Handlungen können physisch (schlagen, schubsen, treten, kneifen, festhalten,...), verbal (drohen, verspotten, beschimpfen,...) oder non-verbal (Grimassen schneiden, böse Gesten, Rücken zuwenden,...) sein. Auch einzelne schikanöse Vorfälle können als Mobbing bezeichnet werden, wenn diese schwerwiegend sind. Mobbing erfordert, dass zwischen dem Opfer und dem Täter (oder der Gruppe von Tätern) ein Ungleichgewicht der Kräfte herrscht, das sich auf körperliche oder psychische Stärke beziehen kann.

Erstreckt sich das Mobbing auch auf das Internet und/oder auf das Handy, wird ein erweiterter Kreis von Personen in das Geschehen miteinbezogen. Die Auswirkungen auf das Opfer sind daher gravierender und noch weniger abzusehen.

Die Begleitung des Opfers durch die Opferhilfe soll sicher gestellt sein.

Schritte Stufe 5

Mobbing ist ein Vorfall, der die ganze Klasse angeht und der mit der ganzen Klasse mit einer externen Begleitung bearbeitet werden sollte

Die Klassenlehrperson informiert die Schulleitung über den erneuten Regelverstoss. Die Schulleitung übernimmt die Fallführung. Die Schulleitung kontaktiert die Eltern und informiert schriftlich die Schulbehörde – mit Kopie an die Eltern. Wo vorhanden, ist die Schulsozialarbeit ebenfalls zu informieren.

Klassenlehrperson, Schulleitung, Schulbehörde und Schulsozialarbeit besprechen in einer Helferkonferenz gemeinsam das weitere Vorgehen. Für fachspezifische Fragen stehen der Schule auch die externen Fachstellen, insbesondere die regionale SPB-Stelle, zur Verfügung. Die Behörde sollte ihrerseits ein eigenes Vorgehensszenario für solche Konfliktsituationen angefertigt haben.

Die Schulbehörde entscheidet in Zusammenarbeit mit der Schulleitung über die geeigneten Massnahmen (Weiterbeschulung, Geldbusse, time out oder Schulverweis) und teilt diesen Entscheid den Eltern sowie dem/der Schüler/-in mit.

 

 

Massnahmen:

Klassenlehrperson:

  • informiert SL
  • nimmt an der Helferkonferenz teil
Schulleitung
  • übernimmt die Fallführung (Lead)
  • informiert schriftlich die Schulbehörde
  • sendet Kopie des Schreibens an die Eltern
  • organisiert Helferkonferenz
  • bezieht allenfalls Fachstellen ein
Eltern
  • erhalten Kopie des Schreibens an die Schulbehörde
  • erhalten Entscheid über die Massnahmen
Schüler/-in
  • erhält Entscheid über die Massnahmen
Schulbehörde
  • leitet Helferkonferenz
  • spricht Massnahmen aus (Weiterbeschulung, Geldbusse, time out oder Schulverweis)
  • teilt Eltern und Schüler/-in die Massnahmen mit
ev. Schulsozialarbeit
  • nimmt an Helferkonferenz teil
ev. Externe Fachstellen
  • nehmen an Helferkonferenz teil
Tipp

Bullying steht auch für ein weniger subtiles Verhalten als Mobbing, wobei körperliche Gewalt oder deren Androhung eine prominentere Rolle spielt als beim Mobbing, das eher psychologisch als physisch betrieben wird. Einige deutschsprachige Autoren verwenden deshalb den Begriff „Bullying“ für Mobbing unter Kindern und Jugendlichen in der Schule in bewusster Abgrenzung zum Mobbingbegriff.

Massnahmen:

Klassenlehrperson:

  • informiert SL
  • nimmt an der Helferkonferenz teil
Schulleitung
  • übernimmt die Fallführung (Lead)
  • informiert schriftlich die Schulbehörde
  • sendet Kopie des Schreibens an die Eltern
  • organisiert Helferkonferenz
  • bezieht allenfalls Fachstellen ein
Eltern
  • erhalten Kopie des Schreibens an die Schulbehörde
  • erhalten Entscheid über die Massnahmen
Schüler/-in
  • erhält Entscheid über die Massnahmen
Schulbehörde
  • leitet Helferkonferenz
  • spricht Massnahmen aus (Weiterbeschulung, Geldbusse, time out oder Schulverweis)
  • teilt Eltern und Schüler/-in die Massnahmen mit
ev. Schulsozialarbeit
  • nimmt an Helferkonferenz teil
ev. Externe Fachstellen
  • nehmen an Helferkonferenz teil
Tipp

Bullying steht auch für ein weniger subtiles Verhalten als Mobbing, wobei körperliche Gewalt oder deren Androhung eine prominentere Rolle spielt als beim Mobbing, das eher psychologisch als physisch betrieben wird. Einige deutschsprachige Autoren verwenden deshalb den Begriff „Bullying“ für Mobbing unter Kindern und Jugendlichen in der Schule in bewusster Abgrenzung zum Mobbingbegriff.

 

Adressen:


Fachstelle Opferhilfe Thurgau
Frauenfeld
052 723 48 23

Conex familia
Amriswil
071 411 88 82

Conex familia
Bischofszell
071 422 65 66

Perspektive Thurgau
Weinfelden
071 626 02 02

Schulpsychologie und Schulberatung
Amriswil
058 345 74 60

Schulpsychologie und Schulberatung
Kreuzlingen
058 345 74 80

Schulpsychologie und Schulberatung
Frauenfeld
058 345 74 30

 

Dokumente:

 

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